Schuppenflechte: oder ist es ein Nährstoffmangel?

Rote, schuppende Stellen an Ellbogen, Knien oder der Kopfhaut. Die Creme hilft – und kaum lassen Sie sie weg, kommt alles zurück. Ein Mangel an Vitamin D, Zink, Omega-3, Selen oder Vitamin B12 kann Schübe und Juckreiz begünstigen oder verstärken.

JKFachlich geprüft von Dr. J. Kessler, ErnährungsmedizinAktualisiert: September 2026Lesezeit 7 Minuten
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Kurz erklärt: Was ist Schuppenflechte?

Normalerweise braucht die Haut etwa 28 Tage, um sich einmal komplett zu erneuern. Bei Schuppenflechte schafft sie das in 3 bis 5 Tagen. Die neuen Zellen kommen so schnell nach, dass die alten nicht abfallen können – sie stapeln sich als silbrige Schuppen.

Angetrieben wird dieser Turbo vom Immunsystem. Es hält die Haut fälschlich für bedroht und feuert Entzündungssignale ab – darum ist die Stelle rot, warm und juckt. Bei etwa jedem Dritten sind zudem Gelenke beteiligt (Psoriasis-Arthritis).

Fast jeder dritte Betroffene bekommt zusätzlich Gelenkbeschwerden (Psoriasis-Arthritis). Sind neben der Haut auch Finger oder Knie morgens steif, ist das ein Zeichen, dass die Entzündung nicht nur oben läuft.

Typische Anzeichen

Schuppenflechte zeigt sich häufig so:

Rote, schuppende Stellen an Ellbogen oder Knien
Juckende, schuppende Kopfhaut
Schübe im Winter deutlich schlimmer
Rillen, Tüpfel oder brüchige Nägel
Finger oder Knie morgens steif
Stellen heilen schlecht ab, kommen schnell zurück
Mehrere Punkte treffen zu?12 Fragen zu Ernährung, Medikamenten und Alltag zeigen, welcher Nährstoff am wahrscheinlichsten dahintersteckt.
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Bei Gelenkbeschwerden zusätzlich zur Hautveränderung sollten Sie einen Rheumatologen hinzuziehen, um Gelenkschäden zu vermeiden.

Ursachen und Auslöser

Psoriasis entsteht aus Veranlagung und äußeren Auslösern:

VeranlagungDie Neigung ist erblich – etwa ein Drittel der Betroffenen hat erkrankte Angehörige.
TriggerInfekte, Stress, Verletzungen der Haut, bestimmte Medikamente und kalte, trockene Luft.
LebensstilRauchen, Alkohol und Übergewicht verschlechtern den Verlauf.

Diese Nährstofflücken stecken oft dahinter

Diese Bausteine braucht die Haut bei Psoriasis:

Vitamin D

Steuert Immunsystem und Hauterneuerung mit – von Oktober bis April bildet die Haut hierzulande keines mehr.

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Zink

Baustein für Zellteilung, Haut und Nägel – bei Schuppenflechte ist der Verbrauch dauerhaft erhöht.

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Omega-3

Der Körper baut daraus die Botenstoffe, die eine Entzündung beenden.

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Selen

Schützt Zellen vor oxidativem Stress – die Böden in Deutschland sind selenarm.

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Behandlung

1Äußerliche TherapieRückfettende Pflege, Salicylsäure zum Lösen der Schuppen, Kortison- und Vitamin-D-Cremes.
2LichttherapieUV-Bestrahlung unter ärztlicher Kontrolle bremst die Entzündung.
3Systemische TherapieBei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis wirken Tabletten oder Biologika oft sehr gut.
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Praktische Tipps für den Alltag

Pflegen Sie die Haut täglich rückfettend.
Verzichten Sie auf das Rauchen.
Reduzieren Sie Übergewicht – das verbessert die Haut messbar.
Stressbewältigung kann Schübe reduzieren.

Häufige Fragen

Quellen
  1. Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG): S3-Leitlinie Psoriasis vulgaris
  2. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr
  3. Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA): Scientific Opinions on Health Claims

Hinweis: Vitavo bewertet Ihre Nährstoffzufuhr aus der Ernährung und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.