Periodenschmerzen: Krämpfe und Ziehen während der Periode?

Ziehende oder krampfartige Schmerzen im Unterleib gehören für viele Frauen zur Periode – in welchem Ausmaß sie aber 'normal' sind, wird oft unterschätzt.

JKFachlich geprüft von Dr. J. Kessler, ErnährungsmedizinAktualisiert: September 2026Lesezeit 7 Minuten
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Was sind Periodenschmerzen?

Periodenschmerzen (Dysmenorrhoe) entstehen durch Kontraktionen der Gebärmutter, die den Aufbau der Schleimhaut abstoßen. Botenstoffe namens Prostaglandine lösen diese Kontraktionen aus – je mehr davon freigesetzt werden, desto stärker die Krämpfe.

Man unterscheidet primäre Periodenschmerzen ohne erkennbare organische Ursache von sekundären, die durch Erkrankungen wie Endometriose oder Myome bedingt sind.

Wie stark beeinträchtigen Ihre Periodenschmerzen den Alltag? Der Vitavo Nährstoff-Check ordnet Ihre Angaben ein.

Typische Beschwerden

Periodenschmerzen äußern sich meist durch:

Krampfartige Schmerzen im Unterbauch
Ziehen in den Rücken oder Oberschenkel
Kopfschmerzen oder Übelkeit während der Periode
Erschöpfung an den ersten Zyklustagen
Teilweise Durchfall oder weicher Stuhl
Mehrere Punkte treffen zu?12 Fragen zu Ernährung, Medikamenten und Alltag zeigen, welcher Nährstoff am wahrscheinlichsten dahintersteckt.
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Sehr starke Schmerzen, die den Alltag stark beeinträchtigen, sollten gynäkologisch abgeklärt werden, um andere Ursachen auszuschließen.

Häufige Ursachen

Periodenschmerzen entstehen durch verschiedene Mechanismen.

ProstaglandineDiese Botenstoffe lösen die Gebärmutterkontraktionen aus – je höher ihr Spiegel, desto stärker die Schmerzen.
GrunderkrankungenEndometriose, Myome oder Entzündungen können sekundäre, meist stärkere Periodenschmerzen verursachen.
LebensstilStress, Bewegungsmangel und bestimmte Ernährungsmuster können die Beschwerden verstärken.

Diese Nährstofflücken stecken oft dahinter

Einige Nährstoffe werden traditionell und in Studien mit Periodenschmerzen in Verbindung gebracht.

Magnesium

Wird traditionell zur Unterstützung der Muskelentspannung bei Krämpfen genutzt.

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Omega-3-Fettsäuren

Können entzündungsregulierend wirken und die Prostaglandinbildung beeinflussen.

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Vitamin B1

Wird in einigen Studien mit einer Linderung von Regelschmerzen in Verbindung gebracht.

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Calcium

Wird ebenfalls im Zusammenhang mit der Muskelfunktion während der Periode diskutiert.

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Periodenschmerzen: Was können Sie tun?

1Wärme anwendenEine Wärmflasche oder ein warmes Bad können die Muskulatur entspannen und Schmerzen lindern.
2Leichte BewegungSpaziergänge oder sanftes Yoga können die Durchblutung fördern und Krämpfe lindern.
3Ernährung anpassenOmega-3-reiche und magnesiumreiche Lebensmittel in den Zyklus einplanen.
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Plus: welche Antworten dafür sprechen und welche Laborwerte Klarheit bringen.

Praktische Tipps für den Alltag

Entspannungsübungen und Bauchmassagen gegen den Uhrzeigersinn ausprobieren
Kaffee und stark verarbeitete Lebensmittel während der Periode reduzieren
Bei Bedarf rechtzeitig, statt erst bei starken Schmerzen, Schmerzmittel einnehmen
Bei sehr starken oder sich verändernden Schmerzen gynäkologisch abklären lassen

Häufige Fragen

Quellen
  1. Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG): Dysmenorrhoe
  2. Gesundheitsinformation.de (IQWiG): Regelschmerzen

Hinweis: Vitavo bewertet Ihre Nährstoffzufuhr aus der Ernährung und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.