Gicht & Harnsäure: Wie harnsäurefreundlich essen Sie?

Ein plötzlich stark geschwollenes, extrem schmerzhaftes Großzehengrundgelenk ist der klassische Beginn eines Gichtanfalls – ausgelöst durch zu hohe Harnsäurewerte im Blut.

JKFachlich geprüft von Dr. J. Kessler, ErnährungsmedizinAktualisiert: September 2026Lesezeit 7 Minuten
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Was ist Gicht?

Gicht entsteht, wenn sich zu viel Harnsäure im Blut ansammelt und sich Harnsäurekristalle in Gelenken ablagern. Diese Kristalle lösen eine starke Entzündungsreaktion aus, die zu plötzlichen, heftigen Schmerzen führt.

Harnsäure entsteht beim Abbau von Purinen, die sowohl vom Körper selbst gebildet als auch über bestimmte Lebensmittel aufgenommen werden.

Wie harnsäurefreundlich ist Ihre Ernährung? Der Vitavo Nährstoff-Check ordnet Ihre Angaben ein.

Typische Anzeichen eines Gichtanfalls

Ein akuter Gichtanfall zeigt sich meist durch:

Plötzlich einsetzender, sehr starker Gelenkschmerz, oft nachts
Starke Rötung und Schwellung, häufig am Großzehengrundgelenk
Überwärmung des betroffenen Gelenks
Extreme Berührungsempfindlichkeit
Teilweise begleitendes Fieber
Mehrere Punkte treffen zu?12 Fragen zu Ernährung, Medikamenten und Alltag zeigen, welcher Nährstoff am wahrscheinlichsten dahintersteckt.
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Bei Verdacht auf einen akuten Gichtanfall sollten Sie zeitnah ärztlichen Rat suchen, um die Diagnose zu sichern und Folgeschäden zu vermeiden.

Häufige Ursachen

Erhöhte Harnsäurewerte haben mehrere mögliche Ursachen.

Purinreiche ErnährungInnereien, bestimmte Fischsorten und Fleisch enthalten viele Purine, die zu Harnsäure abgebaut werden.
AlkoholBesonders Bier erhöht die Harnsäureproduktion und hemmt gleichzeitig ihre Ausscheidung.
ÜbergewichtEs wird mit erhöhten Harnsäurewerten und häufigeren Gichtanfällen in Verbindung gebracht.

Diese Nährstofflücken stecken oft dahinter

Bestimmte Ernährungsfaktoren beeinflussen den Harnsäurespiegel.

Flüssigkeit

Ausreichendes Trinken unterstützt die Ausscheidung von Harnsäure über die Nieren.

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Vitamin C

Wird mit einer leicht harnsäuresenkenden Wirkung in Verbindung gebracht.

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Kaffee

Wird in Studien mit niedrigeren Harnsäurewerten assoziiert.

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Purine

Eine Reduktion purinreicher Lebensmittel senkt die Harnsäureproduktion direkt.

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Gicht: Was können Sie tun?

1Purinreiche Lebensmittel reduzierenInnereien, bestimmte Fischsorten und stark fleischhaltige Mahlzeiten einschränken.
2Alkohol reduzierenBesonders Bier sollte bei erhöhten Harnsäurewerten gemieden oder stark reduziert werden.
3Viel trinkenAusreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützt die Harnsäureausscheidung.
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Praktische Tipps für den Alltag

Zuckerhaltige Getränke, insbesondere mit Fruktose, reduzieren
Gewicht langsam und nachhaltig reduzieren, keine radikalen Diäten
Bei akutem Anfall das betroffene Gelenk kühlen und hochlagern
Harnsäurewerte bei bekannter Gicht regelmäßig ärztlich kontrollieren lassen

Häufige Fragen

Quellen
  1. Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh): Leitlinie Gichtarthritis
  2. Gesundheitsinformation.de (IQWiG): Gicht

Hinweis: Vitavo bewertet Ihre Nährstoffzufuhr aus der Ernährung und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.