Übersäuert – oder fehlen Ihnen: die basischen Mineralstoffe?

Müde, schlapp, Gelenkschmerzen, unreine Haut? Ihr Körper reguliert seinen Säure-Basen-Haushalt selbst – wenn er die Mineralstoffe dafür hat. Magnesium, Kalium und Zink sind die basischen Puffer, die Ihr Körper braucht.

JKFachlich geprüft von Dr. J. Kessler, ErnährungsmedizinAktualisiert: September 2026Lesezeit 7 Minuten
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Warum „entsäuern" oft am Punkt vorbeigeht

Der pH-Wert des Blutes liegt stabil zwischen 7,35 und 7,45. Der Körper hält diesen Wert von selbst in diesem engen Bereich – dafür braucht er aber Mineralstoffe als Puffer. Eine echte Übersäuerung des Blutes (Azidose) ist ein medizinischer Notfall, etwa bei Nierenversagen oder entgleistem Diabetes.

Anders die „latente Übersäuerung": Fehlen Magnesium, Kalium oder Zink, muss Ihr Körper ständig aus Knochen und Muskeln puffern. Bevor Sie Basenpulver kaufen, lohnt sich daher ein Blick auf die echten Baustellen: Magnesium, Kalium und Zink.

Wie basenbetont ist Ihre Ernährung? Der Vitavo Nährstoff-Check schätzt Ihre Zufuhr an Magnesium, Kalium und Zink – die Mineralstoffe, die Ihr Säure-Basen-Haushalt braucht.

Typische Zeichen für eine Nährstoff-Lücke im Säure-Basen-Haushalt

Wenn mehrere Punkte auf Sie zutreffen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Ihnen basische Mineralstoffe fehlen – nicht „nur" Säure:

Ständige Müdigkeit und wenig Antrieb
Gelenke, die zwicken oder steif sind
Unreine Haut, Ausschläge, fahler Teint
Muskelkrämpfe oder Verspannungen
Kopfschmerzen, innere Unruhe
Schlechter Schlaf, morgens gerädert
Mehrere Punkte treffen zu?12 Fragen zu Ernährung, Medikamenten und Alltag zeigen, welcher Nährstoff am wahrscheinlichsten dahintersteckt.
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Bei anhaltenden Beschwerden sollten Sie die Ursache ärztlich abklären lassen, anstatt sie pauschal auf Übersäuerung zurückzuführen.

Diese 3 Mineralstoffe braucht Ihr Säure-Basen-Haushalt

Die Ernährung beeinflusst, wie viel Säure die Nieren ausscheiden müssen:

Magnesium – der Alltags-PufferHilft dem Körper, saure Stoffwechselprodukte abzupuffern und wirkt beruhigend auf Muskeln und Nerven.
Kalium – der basische GegenspielerReguliert den Wasserhaushalt und unterstützt den Säure-Basen-Ausgleich – viele Deutsche erreichen die Tagesmenge nicht.
Zink – für Haut und RegenerationIst an über 300 Enzymen beteiligt – auch an solchen, die Stoffwechselsäuren abbauen.

Diese Nährstofflücken stecken oft dahinter

Basische Lebensmittel liefern vor allem diese Mineralstoffe:

Magnesium

Hilft dem Körper, saure Stoffwechselprodukte abzupuffern.

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Kalium

Hauptbasenbildner, reichlich in Gemüse, Kartoffeln und Obst.

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Zink

An über 300 Enzymen beteiligt, auch am Abbau von Stoffwechselsäuren.

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Calcium

Wichtig für die Knochen, die bei hoher Säurelast als Puffer dienen.

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Basische Ernährung für Anfänger

1Halber Teller GemüseMachen Sie Gemüse und Salat zur Hauptsache jeder Mahlzeit.
2Ausgewogen statt extremEine 80:20-Regel aus basischen und säurebildenden Lebensmitteln ist alltagstauglich.
3Viel trinkenWasser und Kräutertee unterstützen die Nieren.
Was steckt bei Ihnen dahinter?Lesen allein beantwortet das nicht. Zwölf Fragen zu Ihren Beschwerden, Ihrer Ernährung und Ihren Medikamenten reichen, um die wahrscheinlichste Ursache einzugrenzen.Meine wahrscheinlichste Ursache finden3 Minuten · kostenlos · Ergebnis sofort
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Praktische Tipps für den Alltag

Basische Lebensmittel: Gemüse, Kartoffeln, Kräuter, Obst, Nüsse
Säurebildend: Fleisch, Wurst, Käse, Weißmehl, Softdrinks
Kartoffeln statt Nudeln als Beilage
Zwischenmahlzeit: Obst oder Gemüsesticks

Häufige Fragen

Quellen
  1. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Säure-Basen-Haushalt
  2. Remer T. et al.: Potential renal acid load of foods, J Am Diet Assoc

Hinweis: Vitavo bewertet Ihre Nährstoffzufuhr aus der Ernährung und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.