Gastritis: Brennen oder Druck im Oberbauch?

Eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) macht sich häufig durch Brennen, Druck oder Schmerzen im Oberbauch bemerkbar, besonders auf nüchternen Magen oder nach bestimmten Speisen.

JKFachlich geprüft von Dr. J. Kessler, ErnährungsmedizinAktualisiert: September 2026Lesezeit 7 Minuten
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Was ist eine Gastritis?

Bei einer Gastritis ist die Magenschleimhaut entzündet, meist durch eine Reizung der schützenden Schleimschicht. Dadurch kann die Magensäure die darunterliegenden Schichten leichter angreifen.

Man unterscheidet eine akute, oft durch Reizstoffe ausgelöste Gastritis von einer chronischen Form, die häufig mit einer Helicobacter-pylori-Infektion zusammenhängt.

Wie magenfreundlich ist Ihr Alltag? Der Vitavo Nährstoff-Check ordnet Ihre Ernährungsgewohnheiten ein.

Typische Anzeichen

Eine Gastritis kann sich unterschiedlich ausgeprägt zeigen:

Brennen oder Druckschmerz im Oberbauch
Übelkeit, gelegentlich Erbrechen
Völlegefühl nach dem Essen
Appetitlosigkeit
Aufstoßen mit saurem Geschmack
Mehrere Punkte treffen zu?12 Fragen zu Ernährung, Medikamenten und Alltag zeigen, welcher Nährstoff am wahrscheinlichsten dahintersteckt.
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Schwarzer Stuhl, Bluterbrechen oder starke anhaltende Schmerzen erfordern umgehend ärztliche Abklärung.

Häufige Ursachen

Eine gereizte Magenschleimhaut hat verschiedene mögliche Auslöser.

Helicobacter pyloriDieses Bakterium ist die häufigste Ursache einer chronischen Gastritis.
Schmerzmittel (NSAR)Regelmäßige Einnahme von Ibuprofen oder ähnlichen Medikamenten reizt die Magenschleimhaut.
Alkohol, Nikotin & StressSie erhöhen die Säureproduktion und schwächen die Schutzschicht des Magens.

Diese Nährstofflücken stecken oft dahinter

Bei Gastritis können einige Ernährungsaspekte die Beschwerden beeinflussen.

Zink

Spielt eine Rolle für die Regeneration der Magenschleimhaut.

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Vitamin B12

Kann bei chronischer Gastritis durch beeinträchtigte Aufnahme vermindert sein.

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Ballaststoffe

In milder Form, da stark reizende, scharfe Kost die Schleimhaut zusätzlich belastet.

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Flüssigkeit

Stilles Wasser statt Kohlensäure schont den gereizten Magen.

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Gastritis: Was können Sie tun?

1Magenschonend essenFettarme, milde Speisen und kleinere Portionen entlasten die gereizte Schleimhaut.
2Reizstoffe meidenKaffee, Alkohol und scharfe Gewürze zeitweise reduzieren.
3Ärztlich abklären lassenEine Helicobacter-Infektion lässt sich gezielt behandeln.
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Praktische Tipps für den Alltag

Mahlzeiten in Ruhe und ohne Zeitdruck einnehmen
Schmerzmittel möglichst nicht auf nüchternen Magen einnehmen
Kamillentee kann die Magenschleimhaut beruhigen
Auf ausreichend Schlaf und Stressmanagement achten

Häufige Fragen

Quellen
  1. Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie (DGVS): Leitlinie Helicobacter pylori
  2. Gesundheitsinformation.de (IQWiG): Magenschleimhautentzündung

Hinweis: Vitavo bewertet Ihre Nährstoffzufuhr aus der Ernährung und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.